„Europa muss in den Herzen der Bürgerinnen und Bürgern einen Platz bekommen“

Interview mit Dr. Cornelia Ott, Kandidatin bei der Wahl zum Europäischen Parlament am 26. Mai 2019

Am 26. Mai 2019 findet die Wahl zum Europäischen Parlament statt. Aus dem Landkreis Hildesheim bewirbt sich Dr. Cornelia Ott aus Nordstemmen, Mitglied des Kreistages und des SPD-Unterbezirksvorstandes, um ein Mandat und kandidiert auf Platz 29 der SPD-Liste. „Europa muss in den Herzen der Bürgerinnen und Bürgern einen Platz bekommen und so treten wird dann den Populisten und Nationalisten entgegen, die die EU auseinander dividieren oder sogar abschaffen wollen“, so Dr. Cornelia Ott.

Liebe Cornelia, am 26. Mai 2019 wird das Europäische Parlament gewählt. Du bewirbst Dich um ein Mandat. Was war und ist Deine Motivation, sich um diese Kandidatur zu bewerben?

Die europäische Einigung finde ich wunderbar, sie hat aus früheren Feinden gute Nachbarn gemacht, sie gibt uns Stabilität und Frieden und damit die Möglichkeit, uns persönlich frei zu entwickeln. Leider werden diese Errungenschaften, von denen wir alle täglich profitieren, als selbstverständlich angesehen und wenn immer möglich, wird auf der EU herumgehackt. Natürlich ist die EU nicht perfekt, es gibt vieles zu verbessern, aber dafür muss man nicht gleich das große Ganze in Frage stellen. Das passiert aber leider zunehmend. Gegen diese Strömung möchte ich aktiv arbeiten und das Thema Europa so oft es geht und wo auch immer bewegen, erklären und deutlich positiv besetzen.

Außerdem können viele Herausforderungen dieser Zeit viel sinnvoller europaweit angepackt werden. Handel und Wirtschaft, Umwelt- und Klimaschutz, Migration, Sicherheit, Digitalisierung, um nur einige zu nennen. Klein-klein bringt uns da nicht weiter.

Wo siehst Du in Europa die größten Herausforderungen? Was muss in Europa geschehen?

Die EU ist als Projekt zur Förderung der wirtschaftlichen Zusammenarbeit entstanden. Das hat geklappt, der daraus resultierende Binnenmarkt funktioniert und gerade Deutschland profitiert davon. Ein Ziel der EU ist aber gerade auch das Wohlergehen ihrer Bürgerinnen und Bürger, Solidarität zwischen den Mitgliedstaaten, das Einhalten demokratischer Werte. Diese Aspekte müssen mehr in den Mittelpunkt gestellt werden. Europa muss in den Herzen der Bürgerinnen und Bürgern einen Platz bekommen und so treten wird dann den Populisten und Nationalisten entgegen, die die EU auseinander dividieren oder sogar abschaffen wollen.

Was sind die Schwerpunkte der SPD im Europawahlkampf?

Die SPD steht klar hinter dem europäischen Einigungsprozess und möchte ihn vorantreiben. Wir wollen mehr Zusammenarbeit, nach innen und nach außen.

Wir stärken das soziale Europa mit der Forderung nach einem europäischen Mindestlohn, der sich an der jeweiligen Wirtschaftskraft eines Landes orientiert. Dann könnte jeder Mensch von der eigenen Arbeit leben. Für Deutschland würde das einen höheren Mindestlohn von ca 12 Euro bedeuten.

Eine andere zentrale Forderung ist die nach Steuergerechtigkeit. Das geht besonders gegen digitale Großkonzerne. Ein wichtiger Baustein dazu sind einheitlicher Unternehmenssteuern in den Mitgliedstaaten.

Welche Vorstellungen und Ideen hast Du für den Europawahlkampf hier vor Ort?

Wir haben auf Unterbezirksebene einen Arbeitskreis Europa gegründet und treffen uns regelmäßig, um die Wahlkampf zu organisieren. Dort versammeln sich Europaenthusiasten regelmäßig und sichten Material, planen Veranstaltungen und Aktionen, sammeln Argumente und Fakten.

Europa soll sichtbar werden in den nächsten Monaten, möglichst viele Leute sollen Flagge zeigen für Europa, damit das Thema die Aufmerksamkeit bekommt, das es verdient und möglichst viele Leute wählen gehen. Bei der Wahlbeteiligung ist im Vergleich zu den letzten Europawahlen noch viel Luft nach oben. Wir werden die gängigen Werbemittel benutzen wie Plakate und Flyer, wir werden Infostände organisieren und Hausbesuche machen – aber wir werden auch in den sozialen Netzwerken mit Fotos, Videos und anderen Beiträgen auf die EU Wahl und die Schwerpunkte der SPD aufmerksam machen.

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Interview - Quelle: Hildesheimer Allgemeine Zeitung PDF 273 KB
Artikel - Quelle: Hildesheimer Allgemeine Zeitung PDF 303 KB

 


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