Für ein gutes Leben im Alter - ein Beitrag von Waltraud Friedemann

 
Foto: waltraut_friedemann

Waltraud Friedemann

 

Vor einigen Tagen wurde ich gefragt, welches Thema mich derzeit umtreibt und ob ich nicht hierzu einen Text, ein Statement, für diese Seite schreiben möchte. Die Antwort war ein klares „Ja“ und die Antwort auf die Frage nach dem Thema ist ebenso eindeutig: Altersarmut. Bei allen Themen, mit denen ich in meinen unterschiedlichen Funktionen zu tun habe, treibt mich dieses am meisten um.

 

Als stellvertretende Landrätin, als Kreistagsabgeordnete und Vorsitzende des SPD-Unterbezirks Hildesheim komme ich in unserem Landkreis viel herum, lerne Menschen kennen, spreche mit ihnen über ihr Leben, Beruf, Erwartungen und auch über ihre Sorgen. Auch beruflich habe ich einen engen Bezug zu sozialen Diensten. Das Thema, das viele umtreibt, ist die Frage, ob das Geld im Alter für ein sicheres und selbstbestimmtes gutes Leben ausreicht. Von Altersarmut bedroht fühlen sich  insbesondere Selbstständige, Migrant*innen und Menschen mit persönlichen Schicksalsschlägen.

In der Hauptsache sind es nach wie vor Frauen, die aufgrund von Kinderbetreuung und Teilzeit und einer nach wie vor schlechteren Bezahlung keine ausreichenden Versorgungsansprüche aufbauen konnten. Und schließlich hat die - politisch leider auch gewollte und unterstützte - Entwicklung nur unzureichend gesicherter Beschäftigung ihren Anteil an dem Problem.

Das Regierungsprogramm meiner Partei greift genau diese Probleme auf und gibt richtige Antworten. Ich freue mich über die Deutlichkeit. Wir beenden die "Teilzeitfalle" und schaffen ein Rückkehrrecht auf die alte Vollzeitstelle. Wir setzen die Forderung nach "Gleichem Lohn für gleiche und gleichwertige Arbeit" ganz oben auf die politische Tagesordnung. Beides darf aber kein Lippenbekenntnis bleiben, sondern muss aktiv Gegenstand sozialdemokratischer Regierungspolitik werden - verbunden mit Ausdauer, Hartnäckigkeit und Konfliktfreude bei der Umsetzung.

Wir brauchen eine stärkere Gestaltung des Arbeitsmarktes. Ich bin nicht naiv. Es gibt kein Zurück zum früheren Normalarbeitsverhältnis. Und das ist unter bestimmten Aspekten auch gut so. Unsere Gesellschaft hat sich verändert und auch die Ansprüche der Beschäftigten sind andere. Aber wir müssen über mehr Schutz und Sicherheit der Arbeitsverhältnisse reden. Um ein konkretes Beispiel aus unserem Regierungsprogramm zu nennen: Die Abschaffung der sachgrundlosen Befristung wäre ein wichtiger Schritt, um Beschäftigten mehr Sicherheit zu geben.

Die von meiner Partei beschlossenen Vorhaben für eine gute und sichere Rente sind mehr als zu begrüßen. Es ist unser klares und erklärtes Ziel, ein Absenken und Absinken des Rentenniveaus zu verhindern und bei 48% zu stabilisieren. Ein richtiger Schritt, ein wichtiges Zeichen und schon so ein ehrgeiziges Vorhaben. Gleichwohl: Unsere Politik sollte zum Ziel haben, das Rentenniveau perspektivisch wieder zu erhöhen!

Ich bin mir sicher, die Umsetzung unserer Vorstellungen leistet einen wichtigen Beitrag für eine sichere und gute Rente, für die Eingrenzung von Altersarmut und - zumindest ein Stückweit - für weniger Sorgen um das Leben im Alter.

 

 


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